Komödie, Drama, Krimi - Bühne, TV- und Filmstudio - Michaela May über ihre Karriere und ihr Leben

Shownotes

Von der "Susi" in den "Münchner Geschichten" über die "Lilly" beim "Monaco Franze" bis zur Kommissarin "Jo Obermaier" in "Polizeiruf 110" - von Günther Maria Halmer über Helmut Fischer bis zu Sepp Maier: Michaela May hat viele Rollen mit vielen Partnern gespielt. Oft Komödie, aber auch Drama und Krimi. Dazu leiht sie vielen Hörbüchern ihre Stimme und gibt Lesungen und engagiert sich bei der Welthungerhilfe, für mukoviszidosekranke Kinder @mukoinfo und Senioren bei @retla.org.
In Gschmeidig - der Mehr-als-Fußball-Podcast spricht sie über ihre Erfolge, ihr Engagement - aber auch über Schicksalsschläge in der Familie.

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00:00:10: Schmeidig, der mehr als Fußball Podcast mit Ralf Echsel und Taufik Kali.

00:00:20: Willkommen zu einer neuen Folge von Schmeideg, der Mehr-als-Fußball-Podcast.

00:00:26: Schauen wir mal wie viel Fußball das heute wird?

00:00:28: Vielleicht gar nichts!

00:00:29: Wir haben dann im Laufe dieser Folge sehen.

00:00:31: Folge achtzehn ich bin Taufi Kali

00:00:35: Und ich bin Ralf Echsel und wir freuen uns heute sehr, also wir beide darf ich sagen.

00:00:38: Denn heute haben wir wirklich eine Legende da die mich viele Jahrzehnte auch unterhaltsam begleitet hat.

00:00:46: Eine Frau, die seit mehr als sechs Jahrzehn zum festen Bestandteil der deutschen Film- und Fernsehlandschaft gehört – eine Schauspielerin!

00:00:53: Die Generationen begleitert hat, die unzählige Rollen gespielt hat mal leicht, mal ernst, mal humorvoll, auch mal tief berührend.

00:01:02: Eine Frau, die viele Höhen erleben durfte.

00:01:04: Auch Schicksalsschläge kennt und dennoch immer – wie man so schön sagt – gut drauf ist, damit das wirkt oder wenn wir rausfinden?

00:01:10: Herzlich willkommen Michaela May!

00:01:12: Servus!

00:01:13: Ganz typisches Servus.

00:01:16: Wir machen zu Beginn unseres Podcasts mit unseren Gästen ein bisschen ein Hop- oder Top.

00:01:21: Wir stellen zwei Begriffe zur Auswahl und unsere Gäste sagen uns dann welcher ihnen näher liegt.

00:01:28: Wer

00:01:28: es nicht begründen

00:01:29: will, muss das nicht begrünten.

00:01:30: Aber manchmal hilft ja auch eine Begründung und zu verstehen warum der Begriff näher liegt.

00:01:35: Bühne oder Filmset wäre der erste Begriff?

00:01:38: Eine Frage die jeder stellt.

00:01:41: Beides!

00:01:42: Beides gleichzeitig

00:01:44: also gleich... Jedes für sich.

00:01:46: Die bühne bringt uns von der bühnen müssen wir zum Publikum kommen Und beim Fernsehen die Kamera geht kommt zu uns Und da sind zwei unterschiedliche Techniken auch.

00:02:00: Natürlich ist die Bühne den direkten Kontakt und das direkte Feedback, der Applaus.

00:02:07: beim Fernsehen kommt es oft immer erst wenn's gelaufen ist auf der Straße.

00:02:12: Da ist das Publikum auf der Strasse, die sagen mei, schee was Frau Mai!

00:02:19: Wir haben natürlich bei auf der Bühnen Alles für uns, wir bestimmen nicht die Größe der Aufnahme.

00:02:25: Wir bestimmen auch nicht wann wer im Bild ist und welche Musik drunter kommt.

00:02:30: Wir werden mehr manipuliert im Film oder Fernsehen als auf der Bühne.

00:02:34: Das heißt die Bühnung ist purer weil da hast du es ganz in der Hand.

00:02:38: Da kann keiner rumschnüppeln beim Fernsehen schon oder beim Film auch.

00:02:43: Und beim Podcast aber das tun wir nicht!

00:02:44: Nein, nein...

00:02:46: Da passt auch gleich die nächste Frage dazu nach so vielen Jahren Coolness oder immer noch ein bisschen Lampenfieber?

00:02:54: Immer wieder Lampenfieber, besonders bei Premieren.

00:02:58: Aber beim Drehen natürlich nicht so, weil man kann es ja wiederholen!

00:03:01: Ich habe immer Lampempfeiber oder eine gewisse Spannung.

00:03:05: Ich würde sagen eine Spannungen die man in sich trägt auch beim drehen ist natürlich.

00:03:10: Ist

00:03:10: wichtig auch, gell?

00:03:12: Ja, weil du musst bei dir bleiben und dass du die Konzentration dass du ganz bei dir bist.

00:03:18: Das ist ein meditativer Vorgang, der aber manchmal wenn du anderes im Kopf hast nicht so gut klappt und am anderen mal besser, aber letztendlich eine gewisse Lässigkeit hat.

00:03:33: legt man dann selten an den Tag.

00:03:36: München oder die große weite Welt?

00:03:39: Beides!

00:03:41: Ich bin da Münchner Kind, ich bin gerne daheim Aber ich mache diesen Beruf auch, weil er ein Zigeuner-Beruf ist und weil man so viele Menschen und Länder und Genres kennenlernt.

00:03:54: Und jung und alt und alle Berufe die man auch mal spielen muss und in die man sich hineingruft, die man näherkennen lernt.

00:04:03: Ich habe sehr viele Länder durch den Beruf gesehen und möchte das nicht missen.

00:04:08: Ich würde nicht gerne immer nur hier in München sitzen.

00:04:12: Es ist ein wunderschönes Dorf.

00:04:14: Nein, ich liebe dieses Stadt war gerade am Wochenende wieder im Konzert am Odeonsplatz mit dieser wunderbaren Kulisse die Musik dazu hören und sieht mir erst wie schön am Abend auch unsere Stadt ist.

00:04:33: Glaubst du noch einen Land wo du sagst?

00:04:36: Ja

00:04:36: Italien!

00:04:38: Wo du noch nicht gedreht hast.

00:04:39: Ach so!

00:04:40: Ich wette, du hast in Italien vieles gedrebt?

00:04:41: Nein, in Italie würde ich gerne leben.

00:04:44: Mir ist es oft passiert dass Leute im Ausland, speziell in Amerika immer wenn sie gesagt haben woher kommen sie?

00:04:51: und ich sag raten sie mal das die gesagt haben Italien.

00:04:55: Und da habe ich mich immer gefreut und hab mir gedacht, ja wäre ich gerne.

00:04:59: Weil dieses deutsche Vita oder das Essen, die Sonne, die Lässigkeit, die die Italiener auch haben... Ich fühle mich in dem Land wahnsinnig wohl!

00:05:13: Ein Land wo ich noch nicht war und hin wollte, in einem war ich gerade in der Arktis.

00:05:19: Das hat mich interessiert.

00:05:21: Für

00:05:21: ein Dreh oder?

00:05:22: Nein, das haben wir privat mit Freunden gemacht weil wir noch sehen wollten so lange man das noch sehen kann wie es dort eigentlich aussieht und eben noch näher an diese Gefahr die unter der wir alle liegen natürlich wenn das alles schmilzt was dann mit uns geschieht.

00:05:39: aber ja welches Land möchte ich noch sehen?

00:05:42: Oder dort drehen

00:05:44: Oder dort Drehen?

00:05:45: Vielleicht

00:05:45: hört uns ein Regisseur zu

00:05:51: Ja, weil mich die japanische Kultur interessiert.

00:05:58: Und auch die Gärten und alles was man von da kennt ist doch sehr exotisch für uns.

00:06:07: Ich habe nur ein bisschen Angst vor Tokio, ich habe Angst vor vielen Menschen in einer großen Stadt.

00:06:10: Ich mag das nicht so gern.

00:06:12: Ich bin eher am Land und werde vielleicht eher nach Kyoto und dann aufs Land fahren – ich weiß es nicht!

00:06:18: Aber Japan und die Kultur dort interessiert mich und da war ich noch nicht.

00:06:25: Ein schönes Ziel noch oder sowas was zurückgeht?

00:06:27: Und es sind zwei Namen, glaube ich, die man mit ihnen verbindet.

00:06:30: Mit dir haben wir ausgemacht, mit du zu uns haben wir voll ausgemacht.

00:06:33: Susi Hillermeyer oder Jo Obermeyer?

00:06:36: Joe Obermeier, wenn schon.

00:06:39: Jo ist nicht Bayerisch, man sagt die Josefine aber man sagt Joe Was verbindet das?

00:06:47: Die eine Rolle mehr oder die andere waren doch zwei sehr wichtige Rollen.

00:06:51: Jede Rolle die ich gespielt habe in dem Moment wo ich spiele mein Lieblingsprojekt Und da gibt es kein besser oder schlechter oder Lieblingsfilm.

00:07:00: Wenn ich zu sage bei einer Geschichte, egal ob das Unterhaltung ist, Krimi oder Drama ist, dann stört sich mich da ganz rein und in dem Moment ist das mein Lieblungsprojekt.

00:07:11: Natürlich hat die Münchner Geschichten und Susi Hillermeyer in meinem Leben eine Riesenrolle gespielt weil ich habe davor nur als Kind gespielt die mir der Helmut Dietl mehr oder weniger auf den Leib geschrieben hat, bin ich dann plötzlich als Erwachsene oder ja junge Frau bekannt geworden.

00:07:34: Also insofern war das ein Riesenschub und Polizeiruf-Underzehn war einfach wieder ein anderes Genre, wo man – Ich habe viele Tatorte und Derricks und Alte gemacht aber eben nie als Kommissarin doch einmal auch als Kommissaerin bei einem Zweiteiler, aber ja das war für mich ein schönes Format und auch die Zusammenarbeit mit dem Edgar Selge was ganz besonderes.

00:08:02: Wir hatten auch wirklich ganz besonders tolle Fälle finde ich.

00:08:05: wir hatten sehr gute Redakteurinnen und Redakteure die uns wunderbare Themen, sehr aktuelle Themen meistens zugetragen haben.

00:08:16: in unseren Fällen Dieser Gegensatz zwischen Edgar Selge und mir, dem mehr intellektuellen einarmigen Kommissar und der handfesten bayerischen Kommissarin mit einem türkischen Ehemann.

00:08:32: Das hat mich auch sehr gefallen dass man da sieht wie gut das funktionieren kann bei Bayern und Türken.

00:08:42: Ja, das waren immer sehr schöne Fälle.

00:08:45: Und jede Folge für sich ist eigentlich eine Perle die zusammen eine wirklich schöne Kette von fünfzehnten Filmen habe ich mit dem Edgar gemacht, siebzen Fällen gemacht hat und war wieder ein eben für mich wie ein anderes Fenster geöffnet als Gegensatz zu dem was man vor mir kannte.

00:09:09: Gibt's was, was du lieber magst?

00:09:12: Weil es lockerer und leichter ist eine Komödie?

00:09:15: oder sagst du Drama, Krimi?

00:09:18: da muss man ganz anders spielen.

00:09:21: Da muss man sich anders darauf vorbereiten.

00:09:23: Gibt´s was wo du sagst?

00:09:25: das hätte ich wenn ich es mir aussuchen dürfte was mal was ich jetzt nächstes machen will dann lieber etwas lustiges.

00:09:30: also es ist ja so dass dass das Drama von den Kritikern mehr beachtet und auch geschätzt wird wie die Komödie.

00:09:39: Zu Recht oder zu unrecht?

00:09:41: Zu Unrecht, weil die Komödie eigentlich viel schwieriger ist gut rüberzubringen.

00:09:45: eine gute Komödie ist seltener als ein gutes Drama sage ich jetzt mal.

00:09:50: natürlich ist es ja beeindruckend die Psyche in die ganzen Tiefen zu zeigen aber die zeigt man eigentlich auch in der Komödy.

00:10:01: Die Situation, in die man Gerät in die komische Situation ganz ernst nimmt.

00:10:05: Das sieht man am Rühmann und an den großen Komikern durch die Ernsthaftigkeit der Person, die in eine bestimmte Situation gerät, die einfach wahnsinnig komisch ist.

00:10:17: Da polt es auch so ein Fall!

00:10:19: Durch die Ernstaftigkeit wird das komisch und es ist genauso schwierig zu erzeugen weil das Timing bei der Komödie wahnsinnigt wichtig ist und stimmen muss als beim Drama.

00:10:32: Natürlich sind die Fälle, die dann ins Minus des Lebens gehen für einen Schauspieler auch immer eine große und tolle Aufgabe und ich mache das sehr gern.

00:10:42: Ich habe davon weniger Angebote, könnte da mehr haben vielleicht auch weil man mich doch immer mehr als die starke, die lebensbejahende, die fröhliche ... in mir oft wohl nicht die Person, die durch irgendwelche äußeren oder inneren Umstände in Not gerät.

00:11:03: Also davon hätte ich gerne noch mehr.

00:11:06: gerade jetzt in den reiferen Jahren sage ich mal weil man doch das gelebte Leben einem auch viele Minusen gezeigt hat und die würde ich auch gerne in Fernsehspielen oder in Filmen zeigen oder rauslassen Darf ich zum Teil, bei Familienfest

00:11:25: z.B.,

00:11:28: aber davon können es ruhig noch mehr sein?

00:11:31: Ist man dann da so ein Schubladen drin?

00:11:33: ist das ein Problem bei uns dass man sagt ja die war jetzt so die lustige Freundin vom Charlie und bei Monaco Franzi war's die Lilly.

00:11:39: und gut das ist ja lange her das ganze Thema.

00:11:41: da gibt es inzwischen wie gesagt den Polizeiro von vieles mehr.

00:11:46: Immer versucht, nach den ganzen bayerischen Serien Münchner Geschichten Monaco Franzi Kiroial Hans im Glück irgendwie und sowieso.

00:11:55: Das waren ja lauter... Ja also Serien die bis heute noch bestand haben, nach fünfzig Jahren kennen die Leute zum Teil noch die Texte von den Serien hat man versucht mich damals auch als neue junge bayerische Volksschauspielerin einzusetzen im Komödienstadel oder solchen Dingen und da wollte ich auch raus, genauso wie der Halmer damals dann auch.

00:12:22: Ich bin nach Hamburg gegangen und habe dort am Ernst-Deutsch-Theater ein politisches Stück gespielt gespielt von Josef Breitbach, genosse Végant und dann bin ich nach Frankreich.

00:12:33: Ich habe eine Serie über die Fliegerei gemacht La Conquête du Ciel das heißt bei uns die Eroberung des Himmels oder Grashüpfer hieß die Serie dann bei uns.

00:12:44: Bin also weg um dann wieder neu und anders zu kommen.

00:12:48: Und wenn man im Ausland war oder in Frankreich kritisiert hat, dann ist das ganz was Tolles!

00:12:53: Das gilt viel mehr als der Vogel im eigenen Nest und bin dann mit ganz anderen Sachen in Berührung gekommen und habe andere Sachen gespielt die eben nicht bayerisch waren und die auch sowohl ins Drama gingen wie aber auch Komödie waren.

00:13:09: und so hab ich immer eigentlich Versucht, wenn ich das Gefühl habe ist Langwald mich was wie bei Forster.

00:13:16: Es fällt genau die Zeit, die Frau werden sollen.

00:13:19: da ich bin ich nach zwölf Folgen hab ich gesagt also immer nur am Telefon sitzen und sagen Das Reh is krank oder der Förster kommt heute zum Essen?

00:13:27: Oder Was soll ich kochen?

00:13:29: Das hat mich auf die Dauer gelangweilt und Ich bin dann raus obwohl die Serie sehr erfolgreich war damals noch mit Christian Wolf als Förster.

00:13:41: Ja, ich habe dann immer meine eigenen, bin immer ausgebüxt und hab mir andere Wege gesucht die mich mehr interessiert haben weil der Schauspielberuf einfach zu vielseitig ist.

00:13:52: Und soviel bietet!

00:13:56: Wenn nichts da war oder mir angeboten wurde, habe ich mir was gesucht.

00:13:59: Ein Stoff habe den angebotten oder hab Lesungen gemacht.

00:14:07: Hör Bücher gemacht, hör Spiele auch.

00:14:10: Ja, ich habe mir immer dann lieber was gesucht.

00:14:13: Was mich schauspielerisch mehr gefordert und auch mich mehr gereizt hat als das dauernd in einem Format zu bleiben.

00:14:22: Bevor wir gleich darüber reden wie das alles losging, wie du angefangen hast, machen wir nochmal einen kleinen Ausflug zurück ins Bayrische Nach München.

00:14:34: Es gibt da einen wunderbaren Begriff und zwar so heißen wir geschmeidig, Wir fragen jeden unserer Gäste und bekommen immer andere Antworten sehr spannend was dabei rauskommt.

00:14:44: Was bedeutet geschmeitig für dich?

00:14:46: Das ist ja eigentlich so ein Wort das wir in Bayern schon auch sehr gerne verwenden.

00:14:50: Geschmeidigt heißt für mich wohlfühlen.

00:14:53: also Da legt man sich gern rein.

00:14:59: Da ist kein Widerstand.

00:15:04: Aber nicht kaltglatt, sondern geschmeidig hat auch ein bisschen was Warmes.

00:15:08: Also... Es passt!

00:15:12: Ich würde sagen, geschmeiddich heißt Bastio.

00:15:14: Dann hoffe ich dass das jetzt

00:15:15: passt.

00:15:16: Das ist hier geschmeittiges heute, genau.

00:15:18: Wir haben schon gehört, da ist schon so viel passiert in dieser Karriere und wir haben schon ein bissel angerissen.

00:15:22: Los ging es ja, glaube ich mit dreizehn Jahren, mit Onkel Tom's Hütte.

00:15:25: Da warst du so

00:15:26: Jugendlich.

00:15:27: Zwölf weiter beim Drehen.

00:15:29: Ja der Film ist natürlich immer später rausgekommen als man sieht.

00:15:31: Wie kam es denn dazu überhaupt?

00:15:32: Entdeckt wurden freiwillig gemeldet?

00:15:34: Ich

00:15:35: sehe,

00:15:35: ihr habt mein Buch nicht gelesen.

00:15:36: Sonst würdet ihr das nicht fragen!

00:15:39: Wir wollen's ja den Zuhören auch

00:15:42: machen.

00:15:42: Gute Kurve Reif, danke!

00:15:44: Ich bin als Kind in ein Kinderballett gegangen und es war ein kleines Ballett in München Leim also nicht das Opern-Ballett oder so was.

00:15:53: Und da war eine mit Elefnen die deren Vater war Regisseur bei einer Werbefilmgesellschaft.

00:16:00: Bei Inselfilmen Und die haben gesucht für ein Milchprodukt.

00:16:06: Ein Mädchen in meinem Alter, da war ich sechs oder sieben, hatte Zahnlücken und so Affenschaukeln, so Zöpfe, die man so hoch gebunden war also so eine ... So einen Mädchentyp!

00:16:18: Da haben die gefragt ob jemand Lust hätte, sie suchen da eben ein Mädchen... Wir sollen Probeaufnahmen machen und Casting sagt mal heute Alles andere Begriffe.

00:16:29: Und dann mussten wir im Studio eine mit weißer Farbe auf einer Glasscheibe eine Kuh malen, weil es war so eine Serie, dass immer ein Kind was malt auf diese Scheibe das was zu tun hatte mit dem Produkt.

00:16:44: und drunter kam dann die Stimme Meine Mami nimmt immer diese und diese Milchweil.

00:16:51: Man sieht ein Kind, wie es dann mit dem Lippen aufeinander bei ist und da eben was Schönes malt.

00:16:56: Und ich sage immer, ich habe anscheinend die schönste Kuh gemalt weil mich haben sie dann genommen!

00:17:02: Dann hab' ich Werbung gemacht.

00:17:03: und das Jugendamt verlangt ja auch immer, dass eine Betreuerin dabei ist Betreuung, eine Frau dabei die auch Kinder beim Fernsehen.

00:17:13: Das war ja damals waren es ja nur zwei oder drei Programme glaube ich erstes zweites und drittes Programm aufgepasst hat und da wurde ein Mädchen krank für einen Fernsehspiel.

00:17:23: Robinson soll nicht sterben alles noch schwarz-weiß damals.

00:17:28: Und da hat sie gesagt, du, da ist der Ersuchen.

00:17:30: Die ganz dringend magst du dann immer hinschauen?

00:17:32: Ich natürlich war immer begeistert weil es hatte ja auch ein Taschengeld gegeben immer beim Drehen.

00:17:36: Fünfzig Mark waren das damals immer.

00:17:38: Das war wahnsinnig viel Geld für mich und da bin ich hingegangen aber nicht wegen am Geld sondern weil ich irrsinnig Lust hatte zu spielen und habe das dann die Rolle gekriegt und hab mit dem Friedrich von Thun als Regieassistent.

00:17:53: Der hat damals mit mir den ganzen Text gelernt.

00:17:56: Es war sehr viel Die Mode-Cantley, diese Rolle hat im Kino die Romy Schneider gespielt.

00:18:04: Es gibt es auch als Kinofilm, wo Robinson soll nicht sterben ist das bei uns eben.

00:18:10: Die ist eine Anführerin von einer Jungsbande, die zum König gehen und sagen der Daniel Defoe darf nicht sterbend weil die ganzen Bücher verbrannt wurden damals.

00:18:18: Das war die Rolle Und durch diesen Film kam ich dann an Nussknackers Suite über das Ballett auch.

00:18:27: Das war die erste Farbfernseeproduktion,

00:18:31: ja

00:18:32: mit Heinz Liesendahl als Regisseur.

00:18:34: Da hat das New York City Ballett getanzt und ich durfte in der Rahmenhandlung spielen... In der Rahmen Handlung kriegte er die Clara heißt sie in der Rolle einen Nussknacker geschenkt und zankt sich mit ihrem Bruder, der Nussknacker fällt runter.

00:18:53: Sie weint und geht ins Bett mit dem kaputten Nuss Knacker und träumt.

00:18:57: Der NussKnacker ist ein Prinz und sie eine Prinzessin und tanzt mit ihm durch die ganzen Länder.

00:19:02: Und diese Rahmenhandlung durfte ich spielen in beiden Fernsehspielen!

00:19:07: Das war es wirklich im Nachhinein sehr komisch.

00:19:10: War mein Partner... Also der Bruder bei Nussknackerswit und einer aus der Bande, bei Robinson soll nicht sterben.

00:19:18: Der Sascha Hinn.

00:19:20: Er ist mir dann später noch einmal bei einer Vorabbensserie begegnet aber dann später nicht mehr wieder.

00:19:28: Aber das ist also alles passiert vor dreiundsechzig bevor ich dann Kino gemacht habe was eben durch diese Fernsehspiele kamen.

00:19:40: als erstes Heidi mit Gustav Knut als Alm-Öhi.

00:19:46: Alle gesehen diese Filme früher?

00:19:48: Ich war die Clara im Rollstuhl, weil ich war schon zwölf damals aber ich hatte so dünne Beine und war damals noch.

00:19:57: eben sah das irgendwie so aus als wäre ich da gelähmt und hab dann ein Rollstühlfahren gelernt und diese Rolle gespielt.

00:20:04: Und auf der Grund von Heidi kam dann Onkel Tom Sütte.

00:20:07: Das war eine internationale Produktion mit Ovi Fischer als Vater Und Cilet Grecova dabei, damals auch Thomas Fritsch, der damals ganz in war.

00:20:20: Die Legenden waren das ja!

00:20:22: Das muss man sagen?

00:20:22: Ja,

00:20:22: auch Internationale Eleonora Rossi Drago, Mühlen Demo Schuh – aber das sind Schauspielerinnen die heute meistens kaum einer kennt und auch große Namen waren.

00:20:33: Ja, das waren Erika von Tellmann, Rudolf Bragg Rudolf Vogel in Heidi, also lauter Legenden letztendlich.

00:20:46: Und ja durch diese Kinofilme war ich dann mehr oder weniger als Kind in diesem quirligen Filmgeschäft saturiert, sage ich jetzt mal, wo?

00:21:00: ich habe immer wieder viel gespielt und Und dadurch eben auch ist es bei mir weitergegangen und die Schauspielschule habe ich erst viel, viel später gemacht.

00:21:12: Du hast damals wenn man so schaut auf diese Besetzungsliste steht da nicht Michaela May sondern da steht noch ein ganz anderer Name.

00:21:20: viele wissen das vielleicht gar nicht.

00:21:21: du hast dann mal angefangen bei Onkel Tom Sütte zum Beispiel als Gertraut Mittermeyer.

00:21:26: Heute sitzt dir die Michaela Mai.

00:21:28: Seit wann ist das so?

00:21:30: Wann hast du den Namen gewechselt?

00:21:32: Also zum ersten Mal bei einem deutsch-englischen Produktion Cherry Cotton, Brudeschüsse am Broadway hieß der Cherry Cotton.

00:21:40: Das war damals eine Kinoreihe mit George Nader als Cherry Cotton.

00:21:45: Mich hat nach den Filmen eine Agentur aufgegriffen und gesagt, du brauchst deine Agentur.

00:21:51: Ich wusste gar nicht was es damals ist.

00:21:53: Ja ich bin als Gerthaut mit der Meier geboren, hier sind meine Eltern ... bayerische, uhrbayerische Familie die hier in der Innenstadt in München in der Hackenstraße eine Hafenerei hatte.

00:22:06: Wisst ihr was eine Hafenerai ist?

00:22:08: Muss es gerade überlegen!

00:22:08: Komm Ralf du bist noch älter

00:22:10: als ich.

00:22:11: Was macht deine Hafenerei?

00:22:14: Du hast ja gesagt du stellst Gegenfragen.

00:22:16: also wir hätten uns drauf auf eine hafenerei aber keine Hafenerei.

00:22:20: Das hat zu tun mit Töpfen, Harfall Aber letztendlich mit Ton Und ein Hafener und Ofensetzer war der Kaminbauer.

00:22:31: Die haben also Kamine gemacht für Kachelöfen, und es gab eine große Hafenerei aus der Familie meines Großvaters seit zweihundert Jahren.

00:22:39: Weißt du's weil er hat mir den Stammbaum hinterlassen?

00:22:42: Ich glaube das ist mein Ur-Uhr-Großvater, hat die Kachelöffel im Schloss Neuschwanstein.

00:22:49: Das war es bestimmt keiner.

00:22:51: Und

00:22:51: die ganzen Kachelöfen im Schloss Neuschwanstein, das habe ich dann beim Jubiläum, haben sie mich eingeladen.

00:22:57: und weil davor schon, haben Sie auf mich gestoßen denn es gab noch einen Kachelofen im Schlossen Neuschwandstein im Speicher der nicht aufgestellt war und es gab eine Ausstellung von Walt Disney und seine Beziehung zum Schloss neuschwanstein den er hat für ein Röschen praktisch nachgezeichnet.

00:23:17: Und diese Ausstellung war hier in der Hypo und da wollten sie irgendein Stück von Neuschwanstein ausstellen.

00:23:22: Und haben diesen bunten Kachelofen vom Speicher, und haben dort die Initialen der Hafener Rei gefunden mit der Meier.

00:23:31: Da kamen die von der Schlösser- und Sehenverwaltung wussten das dass ich die Tochter bin.

00:23:37: trotzdem veränderten Namen bis dahin aber ich erzähle gleich wie das dann kam und habe mich gefragt, ob ich denn noch irgendwelche Unterlagen hätte.

00:23:46: Mein Vater hat mir als er starb oder kurz davor überlassen ungefähr zehn große Umzugskisten mit Handwerksbriefen, mit Fotos, mit Sugartonsiegeln auf den Gesellenbrief von den Handwerkern über die hundert Jahre.

00:24:07: Und da hat die Schlösser- und Sehenvermaltungen mich gefragt, haben sie denn noch irgendwelche Unterlagen?

00:24:11: Ich hab gesagt ja Sie können sich durchwühlen.

00:24:13: Ich habe keine Ahnung!

00:24:15: Das haben die dann zu sich genommen und wirklich einen Brief gefunden vom König Ludwig der geschrieben hat dass er diesen Ofen nicht möchte und auch nicht bezahlt weil es nicht das Grün ist was er verlangt hat.

00:24:28: Dass wer ein Erbsen grünen und er wollte irgendwie ein anderes Grün.

00:24:32: Dadurch war der Ofen, wurde nicht aufgestellt steht aber jetzt wurde dann nach der Ausstellung steht.

00:24:36: Jetzt im Schloss wenn man nach dem Touristenladen rausgeht rechts steht auch eine Tafel mit der Meier woher der ofen kommt und ist aufgestellt und darf jetzt auch im schloss stehen.

00:24:49: sehr bunter sehr witziger kachelofen.

00:24:52: ja also ich bin aus einer sehr alten familie.

00:24:54: meine mein mütterlicherseits mein meinen großvater war branddirektor in münchen dir nagel der damals auch eben eine Kapazität war in München, also es geht auch über Generationen.

00:25:07: Also wenn ihr eine echte Münchnerin sucht dann seid ihr hier richtig.

00:25:11: Und das ganze gleiche in unserem Podcast Studio direkt neben einem Marienplatz im Tal.

00:25:17: Mehr München geht ja gar nicht!

00:25:18: Na das ist geschmeidig.

00:25:23: Aber dann haben wir diese Rollen so gut dazu passt oder?

00:25:26: Ja ich habe als Kind gewusst und später bei dem Kinofilm schon, bei Onkel Tom Sütte.

00:25:33: Weil da hat die durfte ich an vierter oder fünfter Stelle stehen.

00:25:37: Da haben die gesagt Gertraut Mittermeyer, der Gerdraut Mittermeyer.

00:25:42: Wollen sie das nicht ändern?

00:25:43: Nein habe ich gesagt dann wissen die ja nicht wer ich bin meine Freundinnen und so.

00:25:48: aber bei Todeschisse am Broadway war es dann so, dass sie Agentur gesagt hat ne das müssen wir jetzt ändern.

00:25:54: Auch international und überhaupt ... War's damals auch so, als ich sechzehn war?

00:26:02: Da war das also das war dann achtundsechzig.

00:26:06: Heidi, Rosie und Evie Mittermeyer die großen Ski-Erfolge international hatten.

00:26:13: Und schon beim Cherry Cotton haben Sie mich gefragt are you skiing?

00:26:18: Das war dann auch noch ein, das Tüpfelchen auf dem I, dass man mich also immer in die Mittermeyer-Familie der Skifahrer getan hat.

00:26:25: Und, dass es einfach zu lang war und auch zu Bayrisch klang... ...und auch noch weil das Mitermeier so wie das Siedlmeyer kein E haben vor dem R und das ist die ganz urbayerische Form von Meier.

00:26:37: M A Y?

00:26:38: M AYR meihr!

00:26:40: Und da hat die Agentur gesagt, da machen wir's ganz einfach, da nehmen wir das Mai raus aus dem Mittermeyer.

00:26:46: und dann habe ich gesagt, dann will ich aber bitte auch einen anderen Vornamen.

00:26:49: Den Gertraut hat mir nie gefallen das war mir immer zu germanisch.

00:26:55: Gerdraut die Kämpferin mit dem Schwert oder überhaupt der Name.

00:27:03: Zu Hause hieß ich Traudi.

00:27:05: Das klingt jetzt nicht ganz so germanisch.

00:27:09: Wohlgefühlt habe ich mich damit nicht wirklich und hab dann den Namen meiner Lieblingspuppe Michaela gewählt.

00:27:16: Und hab gesagt, dann will ich auch so heißen!

00:27:19: Und daraus entstand Michaela Mai und das ist ja nicht so einfach mit seinem Namenswechsel dass man damit auch unterschreiben darf und im Pastas eingetragen wird.

00:27:28: mit anderen mit seinem Geburtsnamen wird es eingetragend.

00:27:32: dafür muss man zwei Jahre mit dem Namen arbeiten, Presse und Verträge sammeln.

00:27:37: Und dann entscheidet das Einwohner-Meldeamt ob du berechtigt bist einen Künstlernamen ein Pseudonym heißt es heute zu tragen.

00:27:46: Das wird dann eben eingetragen auch bei der Bank und im Pass und Personalausweis damit du damit geschäftsfähig bist.

00:27:58: Also aber bei dir im Reisepass steht überall Dein jetzt Michaela Mai.

00:28:03: Da steht nicht mehr drin, Michaela May früher mal Gertraud Mittermeyer.

00:28:06: Nein

00:28:06: da steht Gerdraud Schadewald Geborene Mittermayer Pseudonym Michaela Mei.

00:28:12: Und damit reißt du dann mal in die USA ein und hast dann da so eine Einreise verantworten?

00:28:16: Ja das

00:28:16: ist ganz schwierig weil das Michaela mai steht auf der anderen Seite und wenn ich mein Ticket holen will muss sich immer die erste Seite also müssen meine Tickets alle auf Gerdtaud Schadewald ausgestellt werden.

00:28:27: Wenn ich es einskenne kann Ich mit Michaela Meier nicht einscannen.

00:28:32: Das ist neu.

00:28:33: Deshalb ging früher noch, aber jetzt muss das alles so.

00:28:36: Ja die Sicherheit...

00:28:37: Wie

00:28:39: so

00:28:39: vieles?

00:28:41: Und dann kamen aber Rollen irgendwann später die natürlich auch eng mit München verbunden sind.

00:28:45: und jetzt komme ich mal zu meiner Zeit wo ich gesagt habe wow das ist ja super!

00:28:48: Die Münchner Geschichten waren ja eine Legende.

00:28:50: eigentlich da der Monaco-Francisco.

00:28:51: Da warst du ja noch ein Bub

00:28:53: Ein bisschen hünger war ich schon als du, also ich hätte einen Charlie Nitschbuing kennen.

00:28:58: Da war ich noch zu klein aber es war trotzdem sensationell.

00:29:01: Wie kam denn dann der Titel überhaupt auf dich?

00:29:02: Durch deine Rollen vorher?

00:29:04: oder wie ist das aufgefallen?

00:29:06: Wie bist Du ihm

00:29:06: aufgefallen?!

00:29:07: Also ich habe ein bayerisches Fernsehspiel gemacht mit dem Felix von Mann Teufel und das hat der Günter Maria Halmer gesehen den er war ein Freund vom Felix von Manntäufe auch eben Schauspielkollege Der ihn heute vertritt bei die Geschichten von Brandner Kasch beim Residenztheater.

00:29:27: Das hat alles schließt sich überall der Kreis und das hat wohl dem Günther sehr gut gefallen, als der Günther Halmer war, als erster besetzt als Charlie und Helmut hat gesagt hast du eine Idee für die Susi?

00:29:41: Und dann hat der Günter gesagt ja ich kenne einen, die kennt man noch nicht so.

00:29:46: Die finde ich ganz toll!

00:29:47: Die hat mit einem Freund von mir gespielt schaut ihr das mal an.

00:29:50: Und dann wollte der Titel mich kennenlernen, ich war aber in Afrika.

00:29:55: Ich war mit meinen Freunden, neunzehnzebzech, dreieinzebzig... ...mit zwei VW-Bussen unterwegs.

00:30:02: Wir sind durch die Wüste gefahren und waren in Zentralafrika, Kamerun, Nigeria, Nisha, Togo.

00:30:09: Ghana waren also da unterwegs und damals gab es kein Handy Es gab keinen Internet, es gab nur einen Kompass und wir haben Adressen postlagend hinterlassen in den Hauptstädten, in Cano, in Duala, in Lagos

00:30:29: usw.,

00:30:33: Lomé, Togo.

00:30:34: Und immer wenn wir in den Städten, weil da wussten wir, da kommen wir hin und da können die Eltern was hinschreiben.

00:30:39: Weil die Eltern wollten natürlich auch immer wissen wo wir sind und das war eh mutig dass sie uns haben fahren lassen.

00:30:46: Das waren Zeiten gell?

00:30:47: Aber ich war ja eben erst zwanzig noch nicht einundzwanzig also Sie hätten mir das auch verbieten können.

00:30:54: damals war es noch nicht glaubt noch nicht achtzehn das Volljährigkeitsalter aber vier Jungs und zwei Mädchen.

00:31:01: Und als ich einen Brief in Duala gekriegt habe, da ruft ein Regisseur bei uns an und du möchtest unbedingt der Ruf dringend deine Agentur an.

00:31:10: Der möchte eine Serie machen und damals war Helmut Titel nicht bekannt und ich hab zurück dann telefoniert kurz telefoniert, weil es sehr teuer war.

00:31:24: Na ich komme nicht!

00:31:26: Wir haben sie noch ein halbes Jahr unterwegs.

00:31:30: Es ist so schön das höre ich nicht auf.

00:31:32: Und dann sind wir weiter gefahren und dann ist unser Auto kaputt eins unser beiden Bullis kaputt gegangen und wir wurden ausgeraubt einmal am Strand in Togo.

00:31:41: Haben kein Geld mehr gehabt und auch keine Pässe mussten über die über die Botschaft, uns Geld und alles wieder besorgen.

00:31:51: um sind dann nach Hause geflogen ein Vierteljahr früher.

00:31:55: Und dann bin ich zurückgekommen und dann war das immer noch.

00:31:59: Helmut.

00:32:00: Titl hat noch geschrieben an der Serie und ich habe ihn kennengelernt und ja da hab' ich Glück gehabt!

00:32:07: Da ist das Auto kaputt gegangen.

00:32:08: Das ist

00:32:10: eine Geschichte.

00:32:10: Ja, und

00:32:11: so bin ich zu meiner Geschichten gekommen der Helmut hat dann sehr oft sich mit mir unterhalten und sehr viele Züge von der Susi diese Naivität die auch damals zum Teil hatte die ist in dieser Rolle mit eingeflossen.

00:32:23: und ja ich habe dann eben auch noch mit ihm Monaco Franzi eine Folge machen dürfen und auch Kiro Jals.

00:32:30: Das ist meine Lieblingsfolge übrigens, ihr im Fasching das ist doch jedes Mal...

00:32:34: Die Lily von Jim Brunnen!

00:32:35: Ich hab's keine

00:32:36: Ahnung, Servus Franzi.

00:32:38: wenn ich das höre dann geht immer mein Herz auf.

00:32:40: Das war einer der Gründe warum ich gesagt habe ich möchte gerne mal die Michaela Mai bei uns im Podcast haben wollen.

00:32:45: Nein,

00:32:45: die Lily.

00:32:47: Du hast die Lily gar nicht getroffen.

00:32:50: Aber

00:32:50: warst du?

00:32:54: Du hast so gespielt wie du warst.

00:32:55: Also, du hast dich nicht groß verstellt oder du hast also einfach auch...

00:32:59: Schauspielen ist nicht verstellen?

00:33:01: Nie!

00:33:02: Aber auch nicht eine andere Person spielen sondern das warst schon du selbst gerade beim Münchner Geschichten.

00:33:06: Ich

00:33:06: bin jede Rolle immer selbst.

00:33:07: Du als Münchenerin war doch wie gemacht für Münchler Geschichten?

00:33:11: Meine Seele ist immer meine Seele.

00:33:12: ich spiele keine fremde Seele.

00:33:14: Wenn ihr eine Person verkörpert und es war damals schon genauso, ich war nur damals noch etwas naiver Und ich habe nicht mein Leben gespielt.

00:33:22: Es wurde mir eine Rolle geschrieben, aber es kam aus meiner Seele wie jede Rolle aus der Seele kommt.

00:33:28: Also das ist jetzt nicht so dass ich sage da hat er mein Leben abfotografiert.

00:33:34: Das wäre ja schlimm.

00:33:35: dann müsste ich jemand umbringen um meine Mörderin zu spielen.

00:33:39: Um das authentisch zu spielen müsste ich dann niemand umbringen oder ich müsste Kommissarin sein oder wie auch immer.

00:33:46: Jede Rolle die man als Schauspieler macht hat letztendlich mit dir zu tun.

00:33:54: Ich habe in seinem Bild von dem, das er hatte, als er es geschrieben hat, genau hineingepasst und mich dann kannte, bei Kiroyal weiß ich es genau weiter, da hat er mich davor gefragt, hast du im Aprilzeit?

00:34:08: Dann hab' ihr Geschichte!

00:34:10: Und bei Monaco Franzi war's ähnlich... Das hat er auch schon mehr oder weniger für mich geschrieben.

00:34:18: Also muss man dazu sagen bei Kiryal bist du eben die, mit dem Waffenhändler war die Königekönigliche Hochzeit glaube ich.

00:34:25: Die...

00:34:25: ...Königin von Mandalia?

00:34:27: Königin

00:34:27: Von Mandalia und der Waffen-Händler.

00:34:29: Und hab noch nicht erst die Szene gesehen wie ihr damit den Maschinenpistole auf die Tür schießt.

00:34:34: Das ist ja eine total verrückte Szene auch!

00:34:36: Ist natürlich, wie ich vorher schon gesagt habe so toll an dem Beruf das man so viele Sachen kennen lernt und sowohl beim Polizeihof Hundertzehn da musste Im Polizeirevier IV war es, glaube ich mal ein Schießtraining absolvieren.

00:34:51: Wie auch da mit dem Maschinempistole haben wir in Wien.

00:34:54: Das haben wir im Wien gedreht.

00:34:56: Innen bei der Bayerische Hofin München diese Lautstärke nicht gewollt hat, haben wir das im Imperialen Wien innen gedreet.

00:35:04: Die haben dann das isoliert abgesichert gegen den Lärm und am Abend davor sind wir auch in eine Schießanlage gefahren eine Maschinenpistole in die Hand gekriegt, um diesen Rückschlag zu erleben und musste in so ne Kiste rein.

00:35:21: Habe ich da reingepallen?

00:35:22: Das sind ja Platzpatronen gewesen aber das ist schon enorm!

00:35:27: Und natürlich auch im natürlichen Leben hätte ich das nicht erlebt oder würde ich es nicht gerne erleben.

00:35:36: Aber es ist spannend dann mal zu machen.

00:35:39: Es war natürlich auch eine geniale Szene.

00:35:44: Königin von Mandalia, die Inselkönigin vom Waffenhändler in München.

00:35:50: Große Leopards und ein Waffenasinal bestellt.

00:35:56: Paul Hubschmitt hat damals noch gelebt und den Waffen-Händler gespielt.

00:35:59: Und eben der Krötz, den Baby Schimmerlos, der Hildebrandt, den Fotografen... ...und die Bücher waren einfach genial!

00:36:08: Wenn er in seinem Genre geschrieben hat dann war der Titel einfach genial.

00:36:14: Viele Partner gehabt, kommen wir noch mal zu Münchener Geschichten.

00:36:16: Der Charlie taucht ja nochmal auf dann später in Familienfest.

00:36:19: ein ganz anderes Thema.

00:36:20: Ein ernsteres Thema ist jetzt vielleicht die Münchner Geschichte.

00:36:23: waren ihr beide habt euch immer?

00:36:25: wird irgendwann mal da eine richtige Freundschaft draus?

00:36:28: oder ist es dann doch wenn man Schaus spielt einfach einen natürlich zugewandtes aber einfach ein professionelles Miteinander?

00:36:35: In dem Moment wo man zusammen spielt?

00:36:36: das ist immer wie ein bisschen eine große Familie Du spielst miteinander mit allem, was du hast und es verbindet einer auch.

00:36:45: Weil man auch um bestimmte Dinge ringt und kämpft und versucht das Beste aus der Szenen oder der Situation zu machen Und das gelingt mit einem Partner besser, mit dem anderen weniger.

00:36:57: Der Günther war für mich einer der komgenialen Partner.

00:36:59: Es gibt noch mehrere wie den Elmar Weber.

00:37:02: aber wo du das Gefühl hast ja da braucht man gar nicht lange reden.

00:37:06: Da stimmt jede Pause und alles... Aber dadurch dass wir solche Zugvögel sind, gelingt es!

00:37:14: Ja, und dadurch dass ich eben auch beim Günther immer wieder zu tun hatte oder gerne gespielt habe haben wir den Faden nie verloren.

00:37:22: Und eigentlich so wirklich eine innige Freundschaft mit der ganzen Familie gehabt.

00:37:27: Du hast – das haben wir jetzt schon rausgehört – du hast uns ja schon hier einen Namen präsentiert über die seit vielen Jahren, Jahrzehnten im Fernsehen, im Film sind, im Kino sind….

00:37:37: Du hast da ne sehr lange Strecke zurückgelegt!

00:37:39: Wie hat sich das von deinem Eindruck her vom Arbeiten her?

00:37:44: Wie hat sich das verändert?

00:37:45: Ist es schwieriger geworden, ist es leichter geworden früher.

00:37:47: Du hast es selbst gesagt, gab's erste, es gab zweite und es gab dritte.

00:37:51: Heute gibt's ach Gott von Netflix und sonst wem alles...

00:37:54: Und Social Media ist nicht so vergissst!

00:37:56: Und Social

00:37:56: media und wie ist das jetzt anders?

00:37:58: Und ist das schwieriger?

00:38:00: Ist das leichter, ist das angenehmer, ist dass unangenehme heute?

00:38:04: oder kann man das gar nicht sagen?

00:38:06: Das

00:38:06: ist eine Antwort die eigentlich jeder Schauspieler wahrscheinlich gibt der länger in dem Job is'.

00:38:10: Also es sind einfach ganz andere Bedingungen heute.

00:38:13: Erstens ist es wahnsinnig schwer oder viel schwerer heute bekannt zu werden für die jungen Schauspieler.

00:38:18: Es ist richtig schwierig, weil er sich so zerteilt und zerklüftet.

00:38:22: nicht nur die öffentlich-rechtlichen sondern eben gerade die privaten, die Social Medias Kanäle wo jeder eigentlich seinen eigenen Kanal machen kann.

00:38:29: Sein eigen Podcast usw.

00:38:31: Ja?

00:38:31: Und wenn er geschickt ist ein eigenes Line aufbaut.

00:38:38: beim normalen drehen hat sich es total verändert, weil natürlich weniger Geld da ist.

00:38:44: Es muss alles schneller kürzer viel mehr Minuten am Tag.

00:38:47: früher hat man vielleicht drei Minuten drei sende minuten gedreht.

00:38:51: heute sind fünf sechs sieben acht minuten die drehen in einer woche eine ganze folge vorprogrammsfolge.

00:38:58: das hat sich enorm verändert.

00:39:01: also da wird jetzt wird mehr geprobt vorher wieder damit man dann beim drehen nicht die zeit verschwendet weil man keine hat weil nicht mehr so viel Geld da ist, das ist schade.

00:39:16: Man kommt relativ fertig mit seinem Teil an und versucht es so rüberzubringen wie man sich vorgestellt hat und hat nicht viele Möglichkeiten da noch am Drehort.

00:39:25: Das wird meistens jetzt alles im Vorfeld geklärt auch gelesen und geprobt.

00:39:31: Das gab's früher auch nicht dass wir vorher proben aber das spart eben die Zeit am Set extrem verändert und eben natürlich, dass die Einschaft wurden nicht mehr.

00:39:43: Die Hälfte des Publikums Deutschlands ist wie damals bei den Dörr Bridges und all diesen sondern das es weniger geworden ist außer beim Fußball vielleicht.

00:39:54: Da haben wir doch den Fußball schon mal kurz eingebaut

00:39:56: heute.

00:39:57: Schön, dass du das gemacht hast!

00:40:00: Aber dann frage ich jetzt schon bist Du Fußballfan interessiert dich das oder geht das an dir vorbei?

00:40:04: Nein

00:40:04: nein mich interessiert es schon vor allem weil ich mal mit dem SEPT MEIER einen Fernsehspiel gemacht habe.

00:40:09: Da war der Sepp Meier ein sehr anerkanter Komiker.

00:40:15: Man hat gesagt, er ist ja wieder Valentin und hat gesagt dem müssen wir Drehbuch machen.

00:40:20: Und da gab es einen Drehbuch das hieß Krutze Fünffall.

00:40:23: Das gab auch den Film, den gibt's auch noch.

00:40:26: Und dann war ich seine Freundin.

00:40:28: Und durch den Sepmeyer habe ich dann die ganzen Fußballerkennung gelernt, in Paul Breitner.

00:40:34: Den Franz Beckenbauer mit dem ich später noch viel Verbindung hatte.

00:40:39: Uli Hoeneß.

00:40:41: Später auch nochmal den Bernd Hölzenbein auf einer Veranstaltung usw.. Das war meine Fußballgeneration und natürlich dadurch, dass ich die Kante habe mit einer irgendwie interessierten... Ich hatte dann auch immer Fußballinteressierte Männer.

00:40:58: Und ja!

00:40:59: Natürlich bin ich da durch einen FC Bayern.

00:41:03: Also leider kann ich euch mit die Sechziger nicht dienen.

00:41:06: Aber ich habe auch den Radenkovitsch kennengelernt, abgesehen davon Die ganz alten Recken Und bei unserem Set gab es immer diesen Zwischbald Wer ist Sechzkirr?

00:41:17: Wer ist Bayer?

00:41:18: und das gab da immer erbitterte Diskussionen am Set.

00:41:22: Die gibt's immer noch!

00:41:23: Aber ja

00:41:24: beim Set eben hab' ich auch immer noch eine Verbindung.

00:41:26: Wenn wir uns sehen dann ist es immer eine Gaudi.

00:41:28: oder erschreibt mir mal mein SMS und ich erschreibe meine zurück.

00:41:32: Er ist einfach ein verrückter Vogel, er ist nur kein Schauspieler.

00:41:34: Er konnte mit den Texten die ihm da dann vorgemacht wurden nicht viel anfangen und hat gesagt, jetzt sage ich ganz anders... Nein, Sepp das muss nicht so sagen wie es da steht!

00:41:44: Dann hat er gesagt, nein, also das ist alles so gespreizt.

00:41:49: Und es war auch nichts seins sag' ich mal.

00:41:53: Man hat eben gedacht wenn man ihm was schreibt wird's komisch wenn er das macht aber er ist halt kein Schauspieler.

00:42:01: Und wenn er es bei sich war, dann war's immer lustig, wenn er was gemacht hat.

00:42:05: Bei vorgegebenen Texten das macht er auch nicht.

00:42:08: Das war ihm lästig.

00:42:10: Aber wir haben ein Foto auch noch von wo er mich auf den Radl mitnimmt und es war ein Versuch, ein Experiment... ...und den Film müsst ihr eigentlich noch geben!

00:42:19: Den schau ich mal an, das ist ja irgendwie...

00:42:22: Kruzzi-Fünffal?

00:42:23: Es ist

00:42:24: so ein bisschen wie geschmeidig.

00:42:26: Ja, geschmeitig!

00:42:28: Mal mal ein bisschen weg vom Film, vielleicht wenn das okay ist.

00:42:33: Zu dir zu deiner Familie.

00:42:35: du hast vorhin was gesagt Wenn ich es richtig verstanden habe Drama ein bisschen mehr Vielleicht auch mal so Dinge die ein bisschen dann in die Tiefe gehen als wir gefragt haben nach Komödie und Drama.

00:42:49: Du hast auch etwas gesagt.

00:42:50: Familie da hast du ja du hast selbst ein Erlebnis in der Familie gehabt drei deiner Geschwister das Leben genommen.

00:42:59: Ist das etwas, dass dich in irgendeinem Du hast lange nicht drüber gesprochen?

00:43:02: Dass dich geprägt hat und dass du auch vielleicht deswegen sagst, du hast es ja vorhin selbst angesprochen eigene Erlebnisse die man eben dann selber da auch mitgenommen hat, dann da auch mal zu spielen

00:43:12: Das kann man nicht spielen!

00:43:14: Nein, nicht dass du das spielst aber eben eigene Erlebnisse weil jeder verarbeitet ja sowas auf einer ganz eigener... Aber sicher

00:43:21: die Narben in deinem Leben bleiben immer und machen dich auch aus, was du da erlebst.

00:43:26: Und ja ich habe eben drei völlig verschiedene Geschichten aber das ist zu lang um darüber jetzt zu sprechen, aber ich hab sie meinem Buch hinter dem Lächeln geschrieben zumindest von einer Geschichte genauer und die anderen dann nur angerissen weil es wirklich drei verschiedene Fälle waren auch von meinen Geschwistern zwischen in den Siebziger Anfang achtziger Jahren.

00:43:53: Und wenn man das erlebt und völlig aus dem Nichts heraus bei einem auf jeden Fall, dann ist es eine Wunde die man immer mit sich trägt ein Verlust von einem Menschen und von Geschwistern oder von Eltern Wer auch immer Freunden bleibt, immer ein Verlust und bleibt in einem drin.

00:44:23: Es wächst ein bisschen Gras drüber und der Schmerz wird kleiner aber die Narbe bleibt und macht einen aus um zu wissen was muss ich genießen?

00:44:32: Wie muss sich das Leben ... Jede Minute muss ich auskosten, weil ich weiß nicht wann es zu Ende ist.

00:44:42: Ich will's mir nicht beenden aber ich will Freude haben und ich will schauen dass ich möglichst die positiven Dinge an mich ziehe die mir gefallen und die Negativen möglichst, möglichst vermeiden.

00:44:57: Die Menschen, die ich nicht mag, das Dinge, die Ich nicht machen mag also nach Möglichkeit einfach so zu leben dass man sagt egal wenn es jetzt aus wäre dann habe ich alles erlebt was ich gerne erleben wollte.

00:45:11: ob man dazu kommt weiß ich nicht weil es tun sich ja immer neue Türen auf und Und die Neugierde versiegt nie und es kommt immer wieder ein neuer Weg der sich auftut.

00:45:21: Das kann man im Vorhinein gar nicht sagen, dass und das will ich noch.

00:45:24: Sondern es kommt ja meistens immer ganz sanft auf einem zu.

00:45:27: Und auch das was man nicht will wo man sagt ne, das lasse ich jetzt lieber.

00:45:32: Du wirkst so sehr an den ganzen Erzählungen in so eine sehr selbstbewusste Frau heute.

00:45:36: nun blickst du ja schon auf einige Jahrzehnte zurück.

00:45:37: aber wie du erzählt hast mit zwanzig Mit zwei Bullis durch Afrika fahren das war damals sicherlich etwas besonderes sage mein derzeit.

00:45:45: Aber das war da mal noch viel mehr.

00:45:47: nach der Schule raus-und weg Ein Gap.

00:45:52: hier sagt man heute, raus ein Jahr mal weg und durch die Welt fahren.

00:45:56: Das haben wir uns noch viel mehr getraut weil der Rann aufs berufliche Leben so wie er heute ist Die Angst der Jugendlichen einen Studienplatz dann hinterher eben keine Stelle zu kriegen Der ist heute viel Druck voller.

00:46:16: Beneide ich die heutige Jugend nicht darum.

00:46:18: Wir haben damals das Gefühl gehabt, make love not war raus!

00:46:23: Wir haben genau gegen gesteuert, gegen was heute wieder zurückkommt und hatten einen Riesen-Lust auf Freiheit und Abenteuer.

00:46:31: und man hat es uns auch machen lassen.

00:46:33: und wir hatten den Mut überhaupt.

00:46:36: nicht im geringsten den Ehrgeiz jetzt möglichst schnell zu studieren oder möglichst schnell den Beruf zu ergreifen wie das heute, weil die Leute auch Geld verdienen müssen.

00:46:45: und Heute ist eine ganz andere Stimmung in wenn die Leute fertig sind mit der Schule, also zumindest im Groh der Jugendliche.

00:46:55: Es gibt sicher welche, die das trotzdem noch machen und Lust haben erst einmal jetzt nicht mehr lernen und erstmal raus in die weite Welt.

00:47:01: aber heute ist auch schwerer.

00:47:02: es ist viel gefährlicher geworden.

00:47:04: man könnte heute nicht mehr durch die Wüste so einfach fahren wie wir das gemacht haben.

00:47:08: Wir wussten unseren Weg nicht!

00:47:11: Es gab noch keinen Geil, es gab nur bis Tamanrassat eine Piste und danach nicht mehr.

00:47:16: Wir hatten kein Telefon, wir hatten kein GPS.

00:47:19: Heute ist es zum Teil einfacher geworden aber auch schwieriger durch die Gefahren.

00:47:25: Dies gibt andere Gefahren.

00:47:27: Man weiß halt vielmehr heutzutage was Gutes und Schlechtes War vielleicht besser als man's früher alles nicht so wusste.

00:47:34: Die Welt ist einfach kleiner geworden und voller in diesen fünfzigsechzig Jahren und zwar rapide Und der Computer oder das Computerzeitalter hat so wahnsinnig viel verändert.

00:47:46: Aber du bist so interessiert an vielen, wir haben schon gehört Reisen und diese und gerne in Italien leben dieses deutsche Faniente.

00:47:53: was interessiert dich außer wenn du jetzt beruflich schauspielst?

00:47:56: Was sind so Hobbys auch zum Beispiel?

00:47:58: Das wirkt sehr sehr reflektiert und sehr interessiert.

00:48:01: dann so vielem.

00:48:03: Ja das Leben hat ja so viele Möglichkeiten.

00:48:07: Es sieht ja nicht jeder so Viele sind froh, wenn sie irgendwann in den Garten sitzen und die vögelst sich schon hören.

00:48:12: Naja ich weiß nicht jeder hat bestimmt irgendeine Manny oder ein Hobby oder irgendwas wofür er sich interessiert aber Ich habe immer gern Sport getrieben bis ich einen Unfall hatte mit meiner Achilles-Szene.

00:48:28: Da bin ich eine Treppe runtergefallen als ich mir einen Skihelm ausleihen wollte Und das war eine Stahltreppe.

00:48:36: Das wurde versucht zu operieren, aber ich habe seitdem keine Achillesin mehr und kann das eben wegen nicht mehr so gut Skifahren.

00:48:44: Und auch vor allem nicht mehr Tennis spielen was ich sehr gern gemacht hab.

00:48:48: Ich habe hier im Tennisclub München Mosach-Hartmannshofen auch in der Damenmannschaft gespielt wenn ich da war und habe gerne Tennis gespielt.

00:48:59: es geht leider nicht mehr Aber ich habe mir dann dafür etwas anders gesucht.

00:49:03: also statt dem Skifahrn tue ich Skivandern mit Schneeschuhen, was ganz toll ist.

00:49:10: Sehr entschleunigend weil man einfach viel mehr sieht und es ist meistens sehr still wo man da hingeht.

00:49:16: Keine

00:49:18: Lüftschlangen!

00:49:18: Kein Gekratze von Skistangen und Leute die aneinander rumpeln.

00:49:25: Nein, das ist... und ich gehe sehr gern in die Berge.

00:49:28: Ich habe eine Freundin, die sich sehr gut auskennt also Bergwandern.

00:49:32: Ich kann leider nicht klettern eben wegen meiner Achilleszene.

00:49:36: aber so im Garmischer oder Tiroler Raum gehen wir sehr gerne unter der Woche am liebsten auf in die berge.

00:49:46: Aber da fragt man sich wann du das alles tust denn neben dieser vielen Arbeit, die dir ja so viel Freude macht Da da noch Zeit dafür zu finden, weil du ja auch noch sehr sozial engagiert bist.

00:49:56: Du tust zum Beispiel viel für ältere Menschen und du hilfst ihnen... Wie bist du dazu gekommen?

00:50:02: Und wie ist das?

00:50:03: Wie funktioniert das und warum ist das so wichtig?

00:50:06: Ich habe angefangen als Botschafterin für mukaviscydosekranke Kinder in den Neunzigern also über dreißig Jahre.

00:50:15: ich hatte einen mukavisydosekranken jungen Mann in unserem Haus wohnen.

00:50:21: Der war neunzehntzwanzig und seine Mutter kam zu mir und sagte, sie haben doch eine Tochter.

00:50:27: Die war glaube ich damals ungefähr fünf.

00:50:30: Die magte nicht ein Instrument lernen.

00:50:33: Mein Sohn hat Musik studiert aber er kann leider keine Konzerte annehmen denn er hat eine Krankheit und deswegen macht er Klavierunterricht und Saxophon-Unterricht.

00:50:43: Er hatte Mokuvistidose.

00:50:45: Damals konnte man dieses Wort... noch ganz schwer aussprechen.

00:50:48: Dann hat sie da bei ihm Klavier gelernt und Saar hat immer so ein Atemgerät stehen sehen im Zimmer und hat gesagt, Mami was ist denn das?

00:50:58: Und dann habe ich gesagt du, der Jan muss da einatmen weil er eine Krankheit hat.

00:51:04: Das ist ja eine Stoffwechselerkrankung wo die Lunge eben verschleimt, wo das Blut nicht gereinigt wird.

00:51:10: und zu dieser Zeit wurden die Mokophysidosekranken auch nicht sehr viel älter als zwanzig.

00:51:16: Und mich hat dann ein Mann angesprochen, denn ich hab den Jan dann mal besucht in einer Klinik an der Nordsee auf Amrum.

00:51:25: Ich habe dort eine Geschichte über ihn gemacht und habe von der Zeitschrift verlangt, dass sie eben wenn Sie den Titel machen auch das bezahlen müssen, dann habe ich das gespendet für dort Fahrräder weil die sollten eben die Lunge trainieren schon langsam.

00:51:42: Der Vater Das Vorstand eines Elternvereins, Mokoviscydose IV hat mich dann angeschrieben ob ich denn nicht Botschafterin werden will.

00:51:52: Denn sie versuchen... Sie können ihre Kinder nicht einfach sterben lassen.

00:51:56: Es war damals eben schwer jemanden zu finden der dafür forscht.

00:52:00: es gibt acht tausend Betroffene Und das ist eigentlich eine geringe Anzahl und da waren die Chemiekonzerne nicht bereit zu forschen.

00:52:10: Tatsächlich ist durch die Forschung sehr viel Positives entstanden, wir haben inzwischen eben dreißigvierzig fast fünfzig Jahre Leben dazugewonnen.

00:52:22: Das gibt ein Medikament dass eben diese Krankheit lindern kann.

00:52:27: Es ist eine genetische Erkrankung, die wird man also nicht ausmerzen können aber man kann sie bekämpfen und auch dafür kämpfen das sie eine normale Lebenserwartungen haben.

00:52:38: Sie müssen immer inhalieren oder was für ihre Krankheit tun Aber es ist nicht mehr dieses Schwert.

00:52:45: ich kann nicht alt werden Und das erfüllt einen so mit mit Freude, dass man helfen konnte.

00:52:51: Und wenn man den kranken Menschen dann begegnet diese Dankbarkeit und zu sehen wie sie leuchten, wenn es ihnen gut geht, wenn Sie atmen können?

00:53:02: Einfach nur Atmen können!

00:53:04: Das ist ein ganz großes Geschenk und wenn man das einmal erlebt hat, dann weiß man wofür man das macht.

00:53:10: Ich habe zwei gesunde Kinder und hab damals gesagt ich muss irgendwas machen.

00:53:16: Ich bin direkt damit in Berührung gekommen und finde es wichtig, dass man, wenn man sich engagiert vielleicht auch ein Bezug dazu hat.

00:53:25: Es kam dann noch der Elma Weber auf mich zu.

00:53:27: im Jahr zwei Tausend neunzehn mit dem Projekt Rätler eV rückwärts gelesen Alter Ein Altersprojekt für Senioren die in die Einsamkeit sich geflüchtet haben und nicht mehr raustrauen.

00:53:41: Ein schwieriges Projekt, weil man an diese Menschen auch schwer rankommt.

00:53:44: aber wir haben das dann geschafft durch eine Telefonengelaktion indem man anruft bei uns Redler eVbwe Redler org.

00:53:55: Wir machen viele Veranstaltungen damit damit wir eben die Leute wieder aus ihren vier Wänden rauslocken, egal ob sie im Seniorenheim sind oder zu Hause.

00:54:05: Es gibt viele Veranstaltungen wo die auch aktiv was machen können, wo sie bei uns eben neuro- mentale Gymnastik, wo Sie in den Korps gehören und wo Sie Essen kriegen.

00:54:14: Wir haben ein Haus an der Brianna Straße, wo viele Veranstalten sind.

00:54:18: Da können die kommen mit ihren technischen Schwierigkeiten Medial werden die beraten mit ihrem Handy, mit dem Computer.

00:54:25: Wenn sie irgendwann... Es wird ja heute alles immer nur mehr über Computer passiert das und viele sind hilflos in meiner Generation.

00:54:32: Ich gehöre da dazu!

00:54:34: Und Arzttermine, alles Mögliche geht ja nur mehr per Internet und da helfen wir.

00:54:40: Da hilft uns auch.

00:54:41: Telekom hat immer junge Berater, die dann das Telefon ausputzen erklären wie man was oder auch Buchungen macht.

00:54:51: Das wird wahnsinnig angenommen natürlich von vielen.

00:54:54: Dann organisieren wir Konzerte, Kinobesuche, Führungen durch Museen.

00:54:59: Wir haben Gott sei Dank gute Sponsoren die uns suchen aber immer noch natürlich weil für Senioren findet man weniger Sponsore als für Kinder Weil Kinder sind natürlich viel hoffnungsvoller.

00:55:12: So ein Kind auf dem Schoß, das macht sich für den Sponsoren aufm Bild besser als einen alten Menschen vielleicht mit einem Stock in der Hand.

00:55:19: Deswegen bin ich da auch sehr engagiert um dazu helfen denn unsere Bevölkerung wird immer älter.

00:55:27: viele Menschen wenn sie ihr Umfeld verloren haben ihren Partner Lebenspartner oder die Freunde trauen sich nicht mehr oder haben keinen Zugang mehr nach außen und egeln sich ein, merkt es auch oft an der Autogrammpost.

00:55:39: Wenn Leute schreiben ich sammel die Bilder weil ich so einsam bin dann rührt mir das am Herzen sehr und ich denke wow!

00:55:48: Die müssen mit ihren Bildern sprechen dass es viele verlieren den Kontakt nach draußen und da wollen wir mit Redler EV eben die Türen öffnen und wenn auch Leute sagen, ja ich habe jetzt Zeit.

00:56:02: Ich hab keinen Beruf mehr oder auch jüngere Leute, die sagen Ja einmal in der Woche anrufen das kann ich schon einfach mein Gespräch es fehlt den Leuten oft nur am Reden weil sie kein Gegenüber mehr haben Und das kann man ganz leicht erfüllen aber muss eben auch Lust haben das zufällig zu machen Weil bei die Enttäuschung dann wenn jemand einmal anruft und da nicht mehr Die ist dann auch groß.

00:56:25: Man hat eine gewisse Verantwortung, so eine Verbindung wirklich verlässlich aufrecht zu erhalten und sich zu melden.

00:56:34: Wie heißt das schön vom Reden?

00:56:35: Kommt leidsam!

00:56:36: Ein alter Bayerischer Spruch

00:56:38: bei Riedler

00:56:39: und auch bei uns hier... Und ich weiß, wie es losging.

00:56:42: Hieß das davon?

00:56:42: Ich habe ja eher meine Podcasts ... Was wollen Sie überhaupt wissen?

00:56:46: Jetzt sind wir doch schon wieder über Stunde!

00:56:48: Ja, ich weiß dass die Zeit immer wahnsinnig schnell vergeht wenn man über sich erzählt und wir Schauspieler reden ja gerne über uns

00:56:54: Und wir hören es doch gerne.

00:56:55: Aber ich glaube auch, dass nicht alle alles gewusst haben und für manche was Neues dabei war.

00:57:01: und letztes Mal gab's ein Philipp Lahm und beim nächsten mal gibt's vielleicht weiß ich noch nicht weh'n auch sonst und heute gibts die Michaela May und das macht sie ja auch aus, dass man diese unterschiedlichen Typen, unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichem Geschichten einfach auch mal ja... Dass man die mal fragen darf, was man gerne fragen möchte

00:57:20: Ja,

00:57:21: gerne.

00:57:21: Immer die Frage ist ob man alles beantworten möchte.

00:57:24: Aber du hast ja vieles beantwortet und dafür sind wir sehr dankbar!

00:57:28: Für uns beide war es ein großes Erlebnis muss ich ehrlich sagen.

00:57:30: Ich freue mich

00:57:31: jetzt schon auf die nächste Wiederholung von Monaco Franz.

00:57:34: Es

00:57:34: gibt aber auch Neues so ist

00:57:35: nicht?

00:57:36: Ja natürlich.

00:57:36: Also zurzeit läuft ja auch der Film Ein München im Himmel wo ich die Mutter von der Hannah-Herzspunkenspiele also die Schwiegermutter vom Münchner Himmel.

00:57:45: Der läuft sehr gut.

00:57:46: Ich darf jetzt ein Film im Simon Verhöfen machen, über den ich noch nichts erzähle.

00:57:50: Dann spiele ich Theater und habe einen Stück gespielt in Hamburg und in München.

00:57:55: bis jetzt der Abschiedsbrief eine französische Komödie mit dem Sigma Solbach Und wir dürfen das Stück wegen des großen Erfolges jetzt auch noch in Düsseldorf und in Berlin spielen und auch noch auf Tournee.

00:58:08: alles im nächsten Jahr und im übernächsten Jahr auch nochmal.

00:58:11: Immer was los?

00:58:12: Immer was Los!

00:58:14: Danke.

00:58:14: Okay

00:58:15: Geschmeidig war's?

00:58:16: Ja, danke schön.

00:58:17: Danke euch

00:58:31: auch!

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